Zahngesundheit beim Hund

 

Das Gebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen und ist als Fleischfressergebiss optimal darauf ausgerichtet, Beute zu ergreifen und zu zerteilen. Das Zermahlen von Nahrung steht hier nicht im Vordergrund. Da unsere Haushunde im Gegensatz zum Wolf nicht auf das Fangen und Verzehren von Beute angewiesen sind, sondern vom Menschen gefüttert werden, fällt dieser natürliche Reinigungsmechanismus weg. So ist es nicht verwunderlich, dass etwa 85% der erwachsenen Hunde unter Erkrankungen von Zahnfleisch und Zähnen leiden. Kleine Hunderassen sind hier deutlich häufiger vertreten.

 

Alles fängt mit Zahnbelag (Plaque) an. Dieser lagert sich am Rand des Zahnfleisches ab und im Laufe der Zeit reichern sich Mineralstoffe des Speichels darin ab und es entsteht Zahnstein. Die in Zahnbelag und Zahnstein enthaltenen Bakterien können dann zu Entzündungen des Zahnfleisches führen.

 

Mundgeruch und Zahnfleischrötungen werden vom Besitzer oft erst recht spät wahrgenommen. Schreitet der Prozess fort, geht das Zahnfleisch immer weiter zurück, der Zahnhalteapparat lockert sich, Zahnfach und Zahnwurzel können sich entzünden. Die Zähne schmerzen, lockern sich und fallen später aus. Letztlich kann sich die Entzündung über den ganzen Körper ausbreiten und andere Organe befallen.

 

Ist es erst einmal zur Zahnsteinbildung gekommen, so hilft nur die professionelle Zahnreinigung durch den Tierarzt. Anders als bei uns Menschen, muss eine effektive Zahnsanierung bei Hunden – wie auch Katzen – unter einer Sedation vorgenommen werden. Nicht selten ist ein Zahn oder der Zahnhalteapparat einzelner Zähne so geschädigt, dass der entsprechende Zahn gezogen werden muss.

 

Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollten die Zähne des Hundes in regelmäßigen Abständen vom Tierarzt kontrolliert werden (z.B. beim jährlichen Impftermin). Dabei kann man sich auch über eine mögliche Prophylaxe beraten lassen.

© 2013 by Kleintierpraxis Dr. Manzel & Bähr

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